Saftiger Zwetschgenkuchen vom Blech
Saftiger Zwetschgenkuchen gelingt mit einem einfachen Rührteig in gut einer Stunde: 20 Minuten Vorbereitung, gut 40 Minuten im Ofen. Die Zwetschgen kommen dicht an dicht obendrauf, sinken beim Backen leicht ein und geben ihren Saft direkt in den Teig ab.
Ab Mitte August kommen die heimischen Zwetschgen und bleiben bis in den September. Und es lohnt sich, wirklich Zwetschgen zu nehmen und nicht Pflaumen: Ihr Fruchtfleisch ist fester, sie lösen sich sauber vom Stein und zerfallen im Ofen nicht – genau deshalb sind sie das bessere Kuchenobst.
Zutaten
Für 4 Portionen:
- 750 g Zwetschgen
- 150 g weiche Butter
- 120 g Zucker
- 1 Prise Salz
- 3 Eier
- 200 g Mehl
- 1 TL Backpulver
- 50 g gemahlene Mandeln
- 1 Bio-Zitrone (nur die Schale)
- 1/4 frisch geriebene Muskatnuss
- 2 EL Zucker und 1 TL Zimt zum Bestreuen
Zubereitung
- Den Ofen auf 180 °C Ober-/Unterhitze vorheizen und ein kleines Blech von etwa 20 x 30 cm mit Backpapier auslegen.
- Zwetschgen waschen, halbieren, entsteinen und an der Rundung zweimal leicht einschneiden. So fächern sie beim Backen auf und liegen flacher im Teig.
- Die Zitrone mit dem Sparschäler dünn abschälen und die Schale fein hacken. Der Schäler nimmt nur die gelbe Schicht mit dem Aroma mit, das weiße Bittere bleibt an der Frucht.
- Butter, Zucker und Salz hell und schaumig rühren, die Eier einzeln unterschlagen. Mehl, Backpulver und Mandeln mischen und unterheben, Zitronenschale dazugeben und die Muskatnuss frisch aus der Muskatnussmühle darüberreiben.
- Den Teig auf dem Blech gleichmäßig verstreichen und die Zwetschgen dachziegelartig dicht darauflegen, Schnittfläche nach oben.
- 40 bis 45 Minuten backen. Die Stäbchenprobe machst du am Rand, nicht in der Frucht, sonst bekommst du immer feuchte Krumen.
- Zimt und Zucker mischen und auf den noch warmen Kuchen streuen, dann auf dem Blech auskühlen lassen.
kjøk-Tipp
Frisch geriebene Muskatnuss ist der Unterschied zwischen einem netten und einem richtig guten Zwetschgenkuchen – fertiges Pulver verliert sein Ätherisches schon nach Wochen, eine ganze Nuss in der Mühle hält dagegen viele Monate. Nimm nur ein Viertel Nuss, sie soll die Frucht begleiten und nicht überdecken. Den Sparschäler führst du beim Abschälen der Zitrone flach und mit wenig Druck, dann bleibt das Weiße zurück. Weitere Ideen fürs Blech findest du unter Backen, die passenden Mühlen unter Gewürzmühlen. Zur Pflege: Sparschäler und Messer nach dem Kontakt mit Fruchtsäure von Hand spülen und gleich abtrocknen, nie in die Spülmaschine, und die Klingen regelmäßig nachschärfen. Mühlen lagerst du trocken; hat deine Mühle einen Korpus aus Olivenholz, wäschst du ihn nur von Hand ab und reibst ihn gelegentlich mit etwas Speiseöl ein, damit das Holz nicht reißt.
Häufige Fragen
Was ist der Unterschied zwischen Zwetschgen und Pflaumen?
Zwetschgen sind länglich und spitz zulaufend, ihr Fruchtfleisch ist fester und löst sich leicht vom Stein. Pflaumen sind runder und saftiger. Für Kuchen nimmst du Zwetschgen, weil sie beim Backen die Form halten.
Warum wird mein Zwetschgenkuchen matschig?
Meist weil zu viel Saft in den Teig läuft. Leg die Hälften mit der Schnittfläche nach oben und streu bei sehr saftigen Früchten einen Löffel gemahlene Mandeln oder Semmelbrösel auf den Teig, bevor das Obst daraufkommt.
Kann ich den Kuchen einfrieren?
Ja, am besten in einzelnen Stücken und ohne Zimtzucker. Eingefroren hält er drei Monate. Zum Auftauen einfach bei Raumtemperatur stehen lassen und erst danach zuckern.
